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Ironman stellt Drafting-Zone um – Pros geben Feedback

  • Autorenbild: HHT Team
    HHT Team
  • 30. Jan.
  • 10 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 1. Feb.

Ironman führt eine für den Profi-Triathlon sehr relevante Regeländerung ein: Ab dem 1. März 2026 wird die Windschatten-/Drafting-Zone im Profifeld bei IRONMAN und IRONMAN 70.3 von 12 auf 20 Meter verlängert. Die Neuerung wird in den IRONMAN Competition Rules 2026 festgeschrieben, die im Februar erscheinen. Für Altersklassen/Age Groupers ändert sich dagegen nichts, hier bleibt es bei der 12-Meter-Regel. Bemerkenswert ist: Eine 20-Meter-Zone ist im Profi-Bereich nicht neu, denn die PTO nutzt dieses Maß bereits in der T100-Serie.


Insgesamt setzt Ironman damit bewusst auf unterschiedliche Regelauslegungen je nach Wettkampfsegment: Die größere Distanz soll die Renndynamik im Profifeld spürbar verändern, während bei Age Groupers aufgrund anderer Geschwindigkeiten, größerer Felder und höherer Streckendichte die 12 Meter weiterhin als praxisnaher Standard gelten.


Die Drafting-Zone wird von 12m auf 20m erhöht.

Warum wurde die Drafting-Zone angepasst?


Die Grundlage für die Regeländerung sind belastbare Messdaten, nicht Stimmungen oder Einzelmeinungen. Seit Juni 2025 hat Ironman eine mehrstufige Testinitiative umgesetzt, gemeinsam mit RaceRanger (für eine präzise, objektive Abstandserfassung) und dem Aerodynamik-Spezialisten Marc Graveline. Im Fokus stand die Frage, wie unterschiedliche Abstände die aerodynamische Entlastung, die Leistungsanforderungen sowie die Streckendichte und Renndynamik beeinflussen.


Dafür wurden unter praxisnahen Profi-Bedingungen unter anderem aerodynamische Kennwerte wie der CdA analysiert und wiederholte Fahrten in kontrollierten Settings ausgewertet. Das Ergebnis war eindeutig: Eine Ausweitung von 12 auf 16 Meter brachte keinen verlässlichen, messbaren Unterschied. Erst die Verlängerung auf 20 Meter reduzierte den Windschatteneffekt signifikant und über verschiedene Testszenarien hinweg konsistent.


So lief der Test zur Ermittlung der optimalen Drafting-Zone ab


Das Testprogramm zur Drafting-Zone kombinierte aerodynamische Basismessungen zur Ermittlung individueller CdA-Werte mit kontrollierten Gruppentests unter realistischen Profi-Bedingungen (IRONMAN-70.3-typische Geschwindigkeiten und Leistungswerte): Die Athletenräder waren umfassend ausgestattet, um u. a. Leistung, Geschwindigkeit, Wind, Luftdichte und Streckenneigung zu erfassen, während RaceRanger die Einhaltung der definierten Abstände präzise sicherstellte.


In mehreren Durchläufen wurden 12-, 16- und 20-Meter-Abstände unter konstanten Bedingungen direkt verglichen, die Fahrerpositionen zur Berücksichtigung unterschiedlicher Körpergrößen und Leistungsprofile rotiert und die Daten zur Quantifizierung von Kraftersparnis und Windschatteneffekten ausgewertet.


Das konsistente Ergebnis: 12 auf 16 Meter zeigte bei Profi-Renntempo keinen wesentlichen Effekt, 12 auf 20 Meter reduzierte den aerodynamischen Vorteil dagegen deutlich. Ein entscheidender Befund, um angesichts steigender Renngeschwindigkeiten die Fairness im Profifeld im Sinne der Windschattenregeln zu stärken.


Fairer, härter, spannender? So sehen die Pros die neue Windschattenregel


Wir haben uns in der Szene zur neuen Windschattenregel umgehört und dazu einige Meinungen und Einschätzungen eingeholt.


Wie sehen die Pros die neue Windschattenregel?

Leonie Konczalla
1. Platz Ironman 70.3 Poznan 2023 & 9. Platz Ironman World Championship 2025

"Zu den neuen Regeln – von 12 auf 20 Meter: Das finde ich natürlich richtig gut. Ich glaube, das macht die Rennen auf der Mittel- und Langdistanz deutlich fairer und gibt dem Radfahren noch einmal eine andere Bedeutung als bisher. Denn bei zwölf Metern macht es schon einen großen Unterschied, ob man in einer Gruppe ist oder nicht."


"Ich hoffe natürlich, dass sich die 20-Meter-Regel durchsetzen lässt, dass sie dann auch wirklich geahndet und konsequent umgesetzt wird und wir dadurch insgesamt spannendere Renndynamiken bekommen. Vor allem, weil die Gruppenbildung auf dem Rad hoffentlich nicht mehr so einen großen Ausschlag geben wird."


"Ich bin auf jeden Fall absolute Befürworterin der neuen Regel und hoffe, dass dadurch die Renndynamik noch spannender, aber auch fairer wird."


Yvonne van Vlerken (Ex-Pro)
8x Ironman-Siegerin 2009 bis 2018 & Siegerin Challenge Roth 2007, 2008 & 2015

"Die neuen Maßnahmen zum Drafting finde ich sehr gut – das hätte ich mir in meiner Karriere schon früher gewünscht. Aus meiner Sicht ist das nur fair und passt zur Entwicklung unseres Sports. Es geht um immer mehr, und deshalb sollte auch fair geraced werden."


"Ich finde es vor allem gut, weil immer mehr Athleten von der Kurzdistanz auf längere Distanzen wechseln. In meiner Zeit habe ich leider oft erlebt, dass sich genau diese Athleten mit den Drafting-Regeln nicht so gut auskannten. Das hat zu viel Ärger und zu unschönen Momenten geführt.

Außerdem halte ich es für eine gute Entwicklung für diejenigen, die beim Schwimmen nicht vorne dabei sind: Die Chance, als starke Radfahrer weiter nach vorne zu kommen, wird dadurch realistischer. Mit mehr Abstand gibt es zudem mehr Sicherheit im Rennen. Für mich bringt die Einführung dieses neuen Abstands nur positive Effekte."


Jonas Hoffmann
3. Platz Ironman France 2023 & 3. Platz Ironman 70.3 Kraichgau

"Ich glaube, die 20-Meter-Regel war längst überfällig und ist auf jeden Fall ein sehr, sehr guter Schritt. Es freut mich, dass Ironman auf das Feedback der Athleten eingegangen ist, und ich denke, dass das insgesamt ein Gewinn für den Sport ist. Ich bin trotzdem gespannt, wie sich das Ganze entwickeln wird. Das Radfahren gewinnt jetzt noch einmal etwas mehr an Bedeutung, und die Rennen werden fairer."


"Ich denke aber auch, dass es den ein oder anderen Athleten treffen wird, der sich bisher vielleicht ein bisschen „durchmogeln“ konnte. Auf der anderen Seite wird das die Rennen nicht komplett verändern. Denn letztendlich hat man auch bei den T-100-Rennen gesehen, dass sich gerade an der Spitze am Ende doch die insgesamt besten Athleten durchsetzen. Ich würde das trotz der 20-Meter-Regel nicht nur auf das Radfahren reduzieren: Unterm Strich muss man weiterhin in allen drei Disziplinen Weltklasse sein, um Rennen zu gewinnen."


Normann Stadler (Ex-Pro)
Ironman World Champion 2004 & 2006

"Die Regelung war aus meiner Sicht schon lange überfällig. Allen war bewusst, dass 12 Meter eben immer noch Drafting bedeuten, also faktisch Windschattenfahren sind. Dass man hier nachjustiert, war eigentlich nur eine Frage der Zeit."


"Viele Athleten werden sich darüber freuen. Es gibt aber auch einige, für die diese Änderung nicht besonders gut ist – schlicht, weil sie ihnen nicht in die Karten spielt. Es gab den einen oder anderen Athleten, der über Jahre hinweg von dieser Regel gelebt hat, sich im Rennen ein Stück weit „ausruhen“ konnte und am Ende einfach frischer auf die Laufstrecke gegangen ist."


"Wenn ich ehrlich bin, hätte auch ich wahrscheinlich das ein oder andere Rennen mehr gewonnen, wenn hinter mir immer fair gefahren worden wäre. Aber was war, das war. Umso mehr freue ich mich jetzt, dass die neuen Regeln umgesetzt werden und der Sport insgesamt ein Stück fairer wird."


Just Travel

Joanna Ryter
2. Platz Ironman Brasil 2022, 3. Platz Ironman Italy 2022 & 3. Platz Ironman Texas 2022

"Ich halte es für eine logische Entscheidung, diesen Abstand zu vergrössern, wenn man möchte, dass der Profi Lang Distanz Triathlon ein Einzelwettkampf bleibt. Bei einem Abstand von 20m fährt jeder für sich, es gibt keinen Windschattenvorteil mehr und es wird auch mental schwieriger, da es weniger « Gruppenrhythmus » gibt. Ausserdem wird es schwieriger, zu überholen, da man mit dem Tempo der « Attacken » mithalten können muss."


"Für die Schiedsrichter wird der Abstand zwischen den Radfahrern ebenfalls deutlich besser erkennbar sein. Der Abstand von 20m wird bei Rennen mit Höhenunterschieden sicherlich etwas schwieriger zu handhaben sein. Die RaceRanger Technologie hilft natürlich den Athleten und Schiedsrichtern sehr dabei, sich ein Bild vom Abstand zwischen den Teilnehmern zu machen."


Tom Hug
Sieger Challenge Mallorca 2024 & Sieger Challenge St. Pölten 2023 & 2024

"Ich halte die Erhöhung des Drafting-Abstands auf 20 Meter sportlich grundsätzlich für sinnvoll, weil sie die Radleistung wieder stärker in den Vordergrund rückt und den Sport ehrlicher macht. Vermeintlich schwächere Radfahrer können sich weniger ‚verstecken‘ und werden voraussichtlich mehr Zeit verlieren als zuvor. Bei T100-Rennen hat man bereits gesehen, dass selbst über 80 Kilometer sehr große Abstände entstehen können – über 180 Kilometer dürfte sich dieser Effekt noch verstärken. Gleichzeitig könnten starke Radfahrer dazu ermutigt werden, noch mehr auf dem Rad zu investieren, was einen großen Einfluss auf die Renndynamik haben kann."


"Die größte Herausforderung sehe ich in der praktischen Umsetzung. Gerade bei Rennen mit hoher Leistungsdichte wie der WM auf Hawaii oder der EM in Frankfurt wird es schwierig, dass sich das Feld sauber sortiert. Überholmanöver werden anspruchsvoller, entscheidend wird sein, wie konsequent und fair die Regel kontrolliert wird."


"Aus Zuschauersicht bleibt abzuwarten, wie sich die Regel auf die Spannung der Rennen auswirkt. Möglich ist, dass weniger taktisch gefahren wird und dadurch andere, weniger enge Rennverläufe entstehen."


Marc Eggeling
4. Platz Ironman 70.3 Kraichgau 2022 & 4. Platz Ironman 70.3 Zell am See 2021

"Ich finde die 20m Regel sehr gut! Die Rennen werden jetzt hoffentlich sehr viel fairer. Bei 12m ist ein erheblicher Draftvorteil vorhanden, der jetzt aufgehoben wird. So muss jeder Athlet jetzt im Grunde sein eigenes Rennen auf dem Rad gestalten. Das ist ehrlich und das, was wir als Profis wollen! Ehrliche und professionelle Rennen, in welchen jeder auf sich selbst gestellt ist! Wer draften will, kann ja bei draft legalen Rennen starten! In Kombination mit Race Ranger stehen wir denke ich vor einer neuen guten Lösung im Profitriathlon. Das alles funktioniert aber natürlich auch nur, wenn die Referees dementsprechend durchgreifen bei vergehen. Natürlich mit einem Auge auf die Situation.

Ich freue mich auf die neue Regel!"


Drafting-Zone Windschattenregel

Daniela Bleymehl
5x Ironman-Siegerin 2015 bis 2022 & Siegerin Challenge Roth 2018

"Ich sehe die Änderung sehr positiv und als wichtigen Schritt in Richtung des ursprünglichen Gedankens unseres Sports. Triathlon ist am Ende eine Einzelleistung, und genau das wird mit dem größeren Abstand wieder besser abgebildet. Für mich ist das insgesamt eine richtig gute Entwicklung für den Profisport."


Jan Stratmann
Sieger Ironman Barcelona 2024, 3. Platz Challenge Roth 2025 & 3. Platz Ironman 70.3 World Championships 2023

"Bei 12 m war der Draft-Effekt - gerade bei den hohen gefahrenen Geschwindigkeiten einfach zu groß. In vielen Rennen hat sich das Radfahren dadurch (überspitzt gesagt) eher wie eine verlängerte Kurzdistanz angefühlt und es entstand häufig wenig echte Selektion."


"Mit 20 m entzerrt sich das Feld deutlich mehr. Starke Radfahrer können ihren Vorteil wieder wirklich ausspielen. Das macht die Renndynamik ehrlicher – und am Ende auch spannender, finde ich.

Es ist ein guter Schritt weg vom Gruppentaktieren hin zu mehr individueller Leistung auf dem Rad."


Tanja Neubert
3. Platz Ironman 70.3 World Championships 2025 & 2. Platz Ironman 70.3 Bahrain 2024

"Ich stehe der Änderung sehr neutral gegenüber. Bisher habe ich auch erst zwei Mitteldistanzen mit einer 12-Meter-Draftzone gemacht und noch keine mit 20 Metern. Deswegen kann ich nicht aus eigener Erfahrung beurteilen, wie sich die Änderung auf die Rennen auswirkt."


"Es ist jedoch sicherlich ein Schritt, um der zunehmenden Gruppendynamik durch immer größere und stärkere Felder entgegenzuwirken. Persönlich finde ich es allerdings wichtiger, dass die geltenden Regeln von allen Athleten und Athletinnen eingehalten werden, egal ob 12 oder 20 Meter. Das ist meiner Meinung nach die Grundlage für faire Rennen."


The Happening

Lisa Gerß
5. Platz Ironman Kalmar 2025 & 3. Platz Ironman 70.3 Les Sables d’Olonne 2023

"Ich finde die Entwicklung super, da der Langdistanzsport sich so besser von der Olympischen Disziplin abgrenzt und so das radfahren mehr von Können, statt von Gruppendynamik, Schwimmleistung und wie Dicht das Feld ist abhängt. Der Triathlon wird ursprünglicher. Allerdings habe ich Sorge, dass es zu Verwirrung kommen kann bei den Durchmischungen von AG und Pro- Frauenfeld. Es wäre also toll, wenn die zeitlichen Startabstände dem auch angepasst werden würden, sodass wir (Profrauen) wirklich unser eignes Rennen haben."


Sven Thalmann
Sieger Challenge Cagnes-sur-Mer 2024 & Platz 5 Ironman Barcelona 2024

"Ich hätte mir eine Lösung gewünscht, wo der Abstand in Sekunden gemessen wird, z.B. 2s (ist einfach zu kontrollieren, ermöglicht rhythmischeres fahren in welligem oder kurvigen Terrain und in schnellen Passagen wo der Draft mehr ist, ist der Abstand im Meter noch mehr)."


"20m finde ich für den Ironman sehr gut, beim 70.3 aufgrund der vielen Leute in sehr wenig Zeit nach dem schwimmen bin ich etwas skeptisch, ob es ausreichend Platz hat dafür. Hoffentlich wird das aber nicht mein Problem sein. ;)"


Jan van Berkel
4× Sieger Ironman Switzerland 2018 bis 2023

"Ich stehe der Regeländerung zur 20m Draftzone neutral gegenüber. Um fairere Rennen zu erhalten gäbe es meines Erachten grössere Hebel, die der Triathlonsport angehen könnte. Nämlich dass die bestehenden Regeln, die fairen Sport garantieren, durchgesetzt werden. z.B. bessere Kontrollmechanismen im Antidoping Bereich, international standardisiert. Oder die Qualität der Schiedsrichterleistungen weltweit angeglichen und hochgehalten wird. "


Timo Bracht (Ex-Pro)
9x Ironman-Sieger 20003 bis 2015 & 5. Platz Ironman World Championship 2011

"Grundsätzlich fand ich die bisherige 12-Meter-Regel okay – vorausgesetzt, sie wird auch eingehalten. Ich war dazu mit Felix Walchshöfer im Austausch, insbesondere in Bezug auf die Unterschiede zwischen Profis und Amateuren. In kleineren Profi-Feldern halte ich die 20-Meter-Regel für sinnvoll, weil die Geschwindigkeiten heute höher sind als bei der Einführung der 12-Meter-Regel."


"Challenge Roth testet das ja 2026 zunächst, dann werden wir mehr darüber wissen, wie das in der Praxis funktioniert."


Caroline Pohle
2× Siegerin Ironman 70.3 2024 & Siegerin Challenge Barcelona 2024

"Zum Thema 20-Meter-Regel bin ich total begeistert und freue mich, dass sie jetzt endlich eingeführt wurde – und dass sich so viele Athleten dafür ausgesprochen haben. Das zeigt, dass wir alle einen fairen Wettkampf wollen."


"Ich glaube auch: Wer einmal mit 20 Metern Rennen gemacht hat, weiß, was für ein riesiger Unterschied das im Vergleich zu 12 Metern ist – und will eigentlich nur noch 20-Meter-Rennen fahren. Dass es jetzt endlich so weit ist, ist richtig, richtig cool. Es zeigt auch, welche Kraft und welche Stimme die Athleten haben und wie groß der Wunsch nach einem fairen Rennen ist."


"Gerade bei uns Frauen werden die Felder immer dichter und schneller. Der Vorteil, den man durchs Windschattenfahren hat, ist enorm groß. Mit der 20-Meter-Regel wird es einfach fairer, und die Rennen bekommen mit Sicherheit noch einmal eine ganz andere Dynamik."


"Jetzt muss man natürlich schauen, ob das auch wirklich konsequent kontrolliert und durchgesetzt wird – und ob es in der Praxis so umsetzbar ist. Wenn man sich das überlegt: Eine Zehn-Mann-Gruppe ist mit 20 Metern Abstand schnell 200 Meter lang. Trotzdem sehe ich den Schritt, das zu ändern, ganz klar positiv. Es wird den Rennen eine neue Dynamik geben und das begrüße ich sehr."


Leonard Arnold
Sieger Ironman Switzerland 2025 & 2-facher Sieger Ironman 70.3 2024

"Ich finde es gut, dass die 20-Meter-Regel ausprobiert wird und dass man dabei auf das Feedback der Profis eingegangen ist. Ich glaube, im Laufe des Jahres werden wir sehen, wie sich das Radfahren und die Renndynamik dadurch verändern. Insgesamt ist das ein guter Schritt in die richtige Richtung, auf den sich Profis und Zuschauer freuen können."


Fabian Kraft
2x Sieger Ironman 70.3 & Sieger Ironman 70.3 European Championships 2025

"Ich halte die Umstellung auf die 20-Meter-Regel auf jeden Fall für sinnvoll und notwendig, um die Gruppendynamik, die es bei der 12-Meter-Regel deutlich häufiger gibt, einzuschränken. Dadurch wird das Radfahren wieder stärker gewichtet, und ich bin gespannt, welche Auswirkungen das auf die Rennen haben wird."


"Ein Fragezeichen bleibt für mich allerdings: Wenn die Felder sehr groß sind, wie zum Beispiel in Marbella zu Beginn des Radfahrens, wird das Feld extrem lang. Überholen ist dann kaum möglich, außer man fährt mit sehr großem Aufwand an sehr vielen Athleten vorbei. Umso wichtiger wird es, die Einhaltung der Regeln konsequent zu kontrollieren und Tools wie RaceRanger-Daten stärker ins Live-Renngeschehen zu integrieren, um Dinge wie Yo-Yos oder Slingshots möglichst zu unterbinden. 😅"


Isabel Schweizer (Rookie)
Siegerin AK 18-24 Ironman 70.3 Luxemburg 2025

"Je mehr ich darüber nachdenke, desto sinnvoller finde ich die neue 20-Meter-Regel für die Profis. Viele unterschätzen wie absurd hoch die Wattersparnis bei 12 Metern Abstand an Position vier oder fünf in einer Gruppe ist und wie rennentscheidend das dann beim anschließenden Laufen sein kann. Die neue Regel zwingt die Profis ihr eigenes Rennen zu fahren - und genau darum geht es im Triathlon. Jetzt steht weniger eine gute Taktik im Vordergrund, sondern mehr die eigene Leistungsfähigkeit. Und als gute Radfahrerin sehe ich dass nicht als Nachteil, sondern als Chance."


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