Anne Reischmann im Interview
- HHT Team

- vor 6 Tagen
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Zwischen Karriere, Familienplanung und Hawaii-Traum — Anne Reischmann über Verantwortung, Fokus und ihren besonderen Weg nach Kona.

Profi-Triathletin Anne Reischmann sorgte kurz vor dem Ironman Hawaii mit der Ankündigung, schwanger an den Start zu gehen, für großes Aufsehen. Wir haben mit ihr darüber gesprochen.
Im Interview nimmt sie uns mit durch ihre Karriere, spricht über den Mythos Kona und darüber, wie die Öffentlichkeit auf ihre Entscheidung reagierte. Und es wird auch persönlich: Es geht um die Verbindung von Schwangerschaft und Profisport, ihren Start auf Hawaii, die Debatten rund um das Thema – und darum, wie wichtig ihr in dieser Phase der Rückhalt von Familie und ihrem Team war. Außerdem richtet Anne bereits den Blick nach vorn und erzählt, wie sie ihr Comeback plant.
Hi Anne, erstmal ganz vorneweg wie geht es euch? Und wie bist du nach dem Ironman Hawaii mit dem ganzen Wirbel um deine Person klargekommen?
Uns geht es wirklich sehr gut. Wir sind voller Vorfreude auf dieses neue Kapitel, das tatsächlich schon ganz bald beginnt. Der errechnete Geburtstermin rückt näher, und auch wenn man so etwas natürlich nie ganz planen kann, spüren wir vor allem große Freude. Gleichzeitig ist da natürlich auch eine Portion Respekt davor, was auf uns zukommt. Aber insgesamt überwiegt ganz klar die Begeisterung. Wir freuen uns riesig.
Hawaii war für uns etwas ganz Besonderes. Zum einen war es unser allererstes Mal auf der Insel und auch das erste Mal, dass wir dieses Rennen live erleben durften. Und dann natürlich noch mit der Schwangerschaft im Gepäck. Das verlieh dieser Reise für uns einen ganz besonderen Charakter. Wir haben im Vorfeld lange darüber nachgedacht, wie wir mit dem Thema Schwangerschaft umgehen und vor allem, wie und wann wir es kommunizieren.
Für mich persönlich fühlt es sich am stimmigsten an, transparent und authentisch zu sein, also nichts zu verstecken. Genau deshalb war es mir wichtig, das Thema noch vor dem Rennen öffentlich zu machen. Gleichzeitig war uns aber auch bewusst, dass es sehr unterschiedliche Reaktionen geben kann und dass manche davon möglicherweise auch Stress in mir auslösen würden. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die Schwangerschaft erst ganz kurz vor dem Rennen zu kommunizieren.

Lass uns mal deine Karriere beleuchten. Du bist in Ravensburg in Oberschwaben aufgewachsen und warst als Jugendliche vor allem in der Leichtathletik und im Crosslauf zuhause. 2013 bist du dann Deutsche Vizemeisterin in der U23 über 5000 Meter geworden. Eine Knieverletzung hat dich später dazu gezwungen, neue Wege zu gehen und dich stärker dem Radfahren und dem Schwimmen zu widmen. War das für dich sofort der Startschuss Richtung Triathlon oder hast du Radfahren und Schwimmen zunächst einfach als Alternative genutzt und dich Schritt für Schritt in den Triathlon hineingearbeitet?
Ich bin in Ravensburg aufgewachsen, in einer sechsköpfigen Familie, in der Sport schon immer eine große Rolle gespielt hat – und das tut er bis heute. Bewegung war bei uns einfach selbstverständlich. Sehr früh habe ich mit der Leichtathletik begonnen, zunächst in Ravensburg.
Mit zwölf Jahren bin ich dann zum VfB Friedrichshafen gewechselt. Dort gab es eine sehr professionell organisierte Laufgruppe, in der unter anderem auch Richard Ringer über viele Jahre trainiert hat. Diese Zeit hat mich stark geprägt. Das Training hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Vor allem die gemeinsamen Trainingslager und Wettkampfreisen waren etwas ganz Besonderes für mich.
Gegen Ende meiner Laufkarriere kamen allerdings zunehmend Verletzungsprobleme dazu. In den letzten Jahren war ich praktisch jedes Jahr verletzt. Sich immer wieder zurückzukämpfen, war extrem mühsam. Ehrlich gesagt ist mir dabei auch ein Stück weit die Freude an den Wettkämpfen verloren gegangen.
Trainiert habe ich eigentlich immer gern. Aber Wettkämpfe haben mir nur danach Spaß gemacht, wenn sie wirklich gut gelaufen sind. Während des Rennens selbst eher weniger. 2016 hatte ich dann eine Knieverletzung. Und wie das bei Läuferinnen und Läufern so ist: Wenn man nicht laufen kann, geht man Radfahren und Schwimmen. Die Verletzung hat sich allerdings länger hingezogen, und ich habe gemerkt, dass ich ein Ziel brauche. Etwas, worauf ich hinarbeiten kann, das kein reiner Laufwettkampf ist.
So habe ich mich spontan für die Deutschen Hochschulmeisterschaften angemeldet. Als ich dort an den Start gegangen bin, war ich komplett überrascht: Das Rennen war zwar brutal anstrengend, aber es hat mir unglaublich viel Freude gemacht. Dieses Gefühl, hart, fordernd, aber gleichzeitig erfüllend, hatte ich auf der Bahn schon sehr lange nicht mehr erlebt.
Damit war die Entscheidung eigentlich gar nicht mehr so schwer, der Leichtathletik Lebewohl zu sagen und etwas Neues auszuprobieren. 2016 bin ich dann noch zwei bis drei weitere Rennen gestartet, unter anderem auch in der Liga für den DAV Ravensburg, für den ich bis heute starte. Nach den Sommerferien, also im Herbst, habe ich schließlich ganz bewusst entschieden: Ich probiere etwas Neues. Ich versuche mich als Triathletin.

Und nur zwei Jahre später ging es für dich im Triathlon direkt richtig los. Mit zwei Siegen zum Einstieg, und das ausgerechnet bei zwei Traditionsrennen, dem HeidelbergMan und dem Allgäu Triathlon 2018. Das war schon eine echte Ansage! Hat dich dieser Start selbst überrascht oder bist du damals schon mit dem Mindset reingegangen, dass da gleich was möglich ist und du dir insgeheim genau das ausgerechnet hast?
Wenn ich ehrlich bin, ging es mir am Anfang gar nicht in erster Linie darum, in dieser neuen Sportart sofort maximal erfolgreich zu sein. Was mich viel mehr angetrieben hat, war dieses unglaublich positive Wettkampferlebnis aus meinen ersten Rennen. Ich wollte dieses Gefühl einfach weiter aufsaugen. Gleichzeitig war da eine große Neugier: Ich wollte verstehen, lernen, besser werden und immer mehr über den Triathlon herausfinden.
Heute muss ich manchmal wirklich lachen, wenn ich daran denke, was mir am Anfang alles für Fehler passiert sind. Aber genau das hat es irgendwie auch ausgemacht: Ich war ziemlich unvoreingenommen, offen für Neues, und diese Freude war meine Hauptantriebskraft. Sie hat mich dazu gebracht, im Training richtig Gas zu geben und neben dem Sportstudium trotzdem sehr viel zu investieren.
Ich habe natürlich eine starke Grundfitness mitgebracht, weil ich jahrelang auf einem hohen Niveau gelaufen bin und hohe Umfänge gewohnt war. Gleichzeitig hatte ich im Schwimmen und auf dem Rad aber noch unglaublich viel Potenzial. Es war total cool, das in diesen zwei Jahren zu entdecken und Schritt für Schritt zu entfalten.
Dass dann die Siege beim HeidelbergMan und vor allem beim Allgäu Triathlon kamen, hat mich tatsächlich überrascht. Gerade im Allgäu war ich total perplex: Als ich Tamara Bock eingeholt habe und sogar distanzieren konnte, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Aber genau das ist ein so schönes Gefühl: sich selbst zu überraschen und plötzlich Dinge zu schaffen, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte.
Dieser Start war für mich einfach wunderbar. Und er hat mich auch darin bestärkt, den Triathlon nicht nur „weiterzumachen“, sondern ernsthafter zu verfolgen und zu professionalisieren. Ich habe neben dem Lehramtsstudium bewusst entschieden, nicht ins Referendariat zu gehen, sondern alles auf die Karte Sport zu setzen, einfach um herauszufinden: Wie weit kann ich kommen? Wie gut kann ich in diesem Sport wirklich werden? Und genau auf dieser Reise bin ich im Grunde bis heute noch.
Ein Jahr später bist du wieder im Allgäu an den Start gegangen, um deinen Titel zu verteidigen. Das ist schon ziemlich charakterstark und zeigt wie du tickst. Dieses Mal wurde es Platz zwei, hinter der Niederländerin Els Visser. Wenn du heute an den Allgäu Triathlon zurückdenkst, was kommt dir als allererstes in den Kopf und was ist dir von diesem Rennen am meisten hängen geblieben?
Ja, der Allgäu-Triathlon hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Ich bin dort inzwischen insgesamt viermal gestartet. Mein erster Start war 2017, damals fanden dort auch die Deutschen Meisterschaften statt. Daniela Ryf war ebenfalls am Start, und ich war komplett geflasht: Mit so einer Größe der Szene an einer Startlinie zu stehen, sie dann in der Wechselzone zu sehen und plötzlich „nur ein paar Räder weiter“ zu sein, das hat sich ehrlich gesagt richtig verrückt angefühlt.
2018 und 2019 bin ich dann jeweils über die Mitteldistanz gestartet. Und 2024, also vor etwa zwei Jahren, bin ich über die olympische Distanz ins Rennen gegangen, sozusagen als letzten Test in Richtung Nizza.
Was mir am Allgäu Triathlon besonders gut gefällt, ist diese einzigartige Mischung: Ich bin schon heimatverbunden und komme gerne zurück in die Gegend, aus der ich stamme. Das Allgäu ist von Ravensburg aus nicht weit. Und dann trifft dort diese familiäre, entspannte Stimmung, bei der man die Dinge auch mal nicht zu ernst nehmen sollte und eben auch einfach mal eine Matschwiese hochläuft, auf ein gleichzeitig wirklich professionell organisiertes Rennen.
Genau dieses Zusammenspiel hat für mich ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Es passt total zu dem, wie ich Sport leben will: Ich möchte die Dinge gut machen und professionell angehen, aber dabei die Leichtigkeit und die Freude an der Sache nicht verlieren. Und ich finde, genau das lebt der Allgäu Triathlon seit vielen Jahren vor.
Und dann ging’s bei dir in den Jahren danach wirklich Schlag auf Schlag. Viele starke Rennen, immer wieder Podium auf der Mitteldistanz, richtig konstant. Im Juli 2021 kam dann der erste große 70.3 Sieg in Les Sables d’Olonne und 2023 hast du dir auch noch den Sieg der Challenge Gdansk geholt. Wenn du auf diese Phase zurückblickst, was hat dich damals so stark und erfolgreich gemacht? Und ganz ehrlich, die ganzen Reisen in der Zeit waren ja auch alles andere als ohne, wie bist du damit klargekommen?
Ich glaube, meine größte Stärke – oder vielleicht sogar meine kleine Geheimwaffe – ist die Konstanz. Sowohl im Training als auch in den Wettkämpfen. In den letzten Jahren habe ich mich nie mit riesigen Entwicklungssprüngen nach vorne katapultiert, sondern mich Schritt für Schritt verbessert. Genau diese stetige Weiterentwicklung ist aus meiner Sicht das Resultat davon, über viele Jahre hinweg nahezu ohne größere Ausfälle trainieren zu können.
Natürlich habe ich dabei auch ein bisschen Glück mit meiner körperlichen Konstitution. Ich bin recht robust, werde selten krank und habe wenig mit Infekten zu tun. Gleichzeitig habe ich aber auch aus meiner Zeit in der Leichtathletik viel gelernt und gehe heute deutlich bewusster mit meinem Körper um als früher. Wenn ich zum Beispiel merke, dass die Wade zumacht, dann kürze ich das Training, auch wenn eine verhärtete Wade für sich genommen noch nichts Dramatisches ist. Mir geht es immer darum, zwei Tage später wieder trainieren zu können. Ein einziges brillantes Training bringt mir nichts, wenn ich danach eine Woche pausieren muss. Genau dieses Abwägen hat es mir ermöglicht, über Jahre hinweg sehr störungsfrei zu trainieren.
Les Sables d’Olonne nimmt dabei einen ganz besonderen Platz in meiner Karriere ein. 2019 stand ich dort zum ersten Mal auf dem Podium, 2021 habe ich dort mein erstes 70.3-Rennen gewonnen. Vor allem das Rennen 2021 ist mir sehr präsent geblieben. Auf dem Rad habe ich mich ehrlich gesagt ziemlich über das unsportliche Verhalten einiger Athletinnen geärgert und genau dieser Ärger hat mir beim Halbmarathon unglaublich viel Feuer gegeben. Ich bin extrem hart angelaufen und konnte das Rennen am Ende mit einem knappen Vorsprung für mich entscheiden. Dieses Gefühl wird mir definitiv immer in Erinnerung bleiben.
Was die vielen Reisen angeht: Ja, sie sind anstrengend, kosten Energie und erfordern viel Organisation und Vorbereitung. Gleichzeitig sind sie aber auch etwas sehr Schönes. Ich finde es unglaublich spannend, neue Orte und Länder kennenzulernen. Durch den Sport kommt man wirklich viel herum. Natürlich ist es kein klassischer Urlaub, dafür fehlt oft die Zeit, ein Land oder eine Region wirklich intensiv zu erleben. Aber man entwickelt ein sehr gutes Gespür dafür, wo man später gerne noch einmal ganz bewusst hinreisen möchte und wo eher nicht. Inzwischen habe ich tatsächlich zwei Listen im Kopf: eine mit Orten, die ich nach meiner Karriere unbedingt noch einmal besuchen will, und eine mit Regionen, bei denen ich weiß, dass ein erneuter Besuch nicht zwingend nötig ist.

Bleiben wir beim Thema Zeitmanagement, Trainingsintensität und Belastungssteuerung. Seit 2020 wirst du vom Schweizer Reto Brändli trainiert. Wie würdest du euren Draht beschreiben und wie groß ist sein Anteil daran, dass du sportlich diese Schritte gemacht hast und heute da stehst, wo du stehst?
Während Covid habe ich zu Reto gefunden. Für mich war das damals extrem wichtig, weil mir die Situation mit Covid wirklich den Boden unter den Füßen weggezogen hat: Auf einmal keine Rennen mehr, keine klaren Ziele, keine Struktur, an der ich mich festhalten konnte.
Und genau da hat Reto für mich einen riesigen Unterschied gemacht. Durch seine neuen Inputs, durch frische Trainingsreize und auch durch die Art, wie er Training gedacht hat, kam die Motivation sehr schnell wieder zurück. Ich habe wieder gespürt: Da geht was, da entwickelt sich was. Ich habe wieder einen Sinn und eine Richtung im Alltag gehabt.
Reto hat einen wirklich großen Anteil an meinen Ergebnissen und an meiner Entwicklung in den letzten Jahren. Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis. Immer transparent, immer ehrlich. Er wusste im Prinzip über alles Bescheid, was in meinem Leben passiert. Und ich finde das auch wichtig, weil Training eben nie nur Training ist: Alltag, mentale Belastung, psychischer Stress – das beeinflusst die Trainingsqualität und auch, wie viel Energie man überhaupt fürs Training aufbringen kann. Gerade wenn man sich nicht jeden Tag sieht, ist es umso entscheidender, dass man offen spricht. Und bei Reto war ich da immer in sehr, sehr guten Händen.
Trotz all der positiven Seiten haben wir nach Hawaii entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden. Das ist mir nicht leicht gefallen, überhaupt nicht. Und es hatte sich in den Monaten davor schon ein bisschen angedeutet. Am Ende haben wir den Schritt dann gemeinsam gemacht und die Zusammenarbeit beendet. Aber: Wir sind nach wie vor im Austausch, und wir haben weiterhin ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Dafür bin ich wirklich dankbar.
2024 war ein Jahr mit Höhen und Tiefen. In Roth Platz vier und mit 8:26:07h eine Zeit, die in Deutschland schon echt ein Statement ist (Drittschnellste Zeit einer deutschen Athletin auf der Langdistanz). Dann der Sieg beim Allgäu Triathlon über die Olympische Distanz, der als letzter Test in Richtung Nizza diente. Anschließend das dramatische Ausscheiden bei der Ironman Weltmeisterschaft in Nizza und zum Ende des Jahres krönst du das Ganze mit dem Sieg beim Ironman Mexico in Cozumel in 8:38:08h. Und damit hast du dir natürlich auch die Hawaii-Qualifikation gesichert. Wenn du das alles so rückblickend betrachtest, wann hast du selbst realisiert dass du gerade auf ein komplett neues Level gesprungen bist?
2024 war für mich ein extrem spezielles Jahr, mit sehr großen Höhepunkten, aber auch mit Momenten, die richtig wehgetan haben. Ich hatte mir bewusst zwei Highlights gesetzt: den Start in Roth und die Ironman-Weltmeisterschaft in Nizza, für die ich mich bereits ein Jahr zuvor qualifiziert hatte.
Roth war dann einfach ein absoluter Ausnahmetag. Ein geniales Rennen, eine unglaubliche Stimmung und für mich persönlich ein Moment der Erkenntnis. Ich habe dort gemerkt, was möglich ist, wenn wirklich vieles zusammenpasst. Dass ich an einem richtig guten Tag, an dem alles aufgeht, auch Athleten mit ganz großen Namen zumindest ein Stück weit fordern kann. Das war extrem motivierend und hat in mir enorm viel Energie freigesetzt, um für Nizza im Training noch einmal richtig Gas zu geben.
Gleichzeitig war 2024 aber auch ein Jahr der Enttäuschung. Der Sturz in Nizza hat einige Träume abrupt platzen lassen. Die Woche danach war alles andere als einfach. Körperlich hatte ich großes Glück. Keine schweren Verletzungen, „nur“ Hautabschürfungen. Aber der Frust, diese riesige Chance so zu verlieren, verschwindet natürlich nicht von heute auf morgen. Das sitzt tief.
Rückblickend bin ich aber stolz darauf, wie wir reagiert haben. Wir hatten relativ schnell einen guten Plan B. Cozumel stand ursprünglich überhaupt nicht zur Debatte. Nach Nizza wäre die Saison eigentlich beendet gewesen. Und genau da zeigt sich, wie wichtig es ist, flexibel zu bleiben, Pläne zu hinterfragen und auch den Mut zu haben, sie zu ändern.
Cozumel wurde am Ende so etwas wie eine Wiedergutmachung. Eine Möglichkeit, das Jahr doch noch auf einem Höhepunkt abzuschließen. Interessanterweise war ich dort schon 2022 am Start. Damals fand ich das Rennen ehrlich gesagt furchtbar, was sicher auch an einer nicht optimalen Vorbereitung lag. 2024 war das komplett anders: Ich hatte positive Erlebnisse im Rennen, ein ganz anderes Gefühl und am Ende auch einen entsprechenden Rennausgang.
Trotzdem muss ich rückblickend sagen: Dieses Jahr hat unglaublich viel Energie gekostet. Sich immer wieder aufzurappeln, neue Pläne zu schmieden, neue Ziele zu definieren, all das zehrt an den Ressourcen.

2025 ist die Erfolgswelle ja direkt weitergerollt. Du gewinnst den Ironman Südafrika in 8:51:39, wirst bei den Ironman European Championships in Hamburg richtig stark Vierte in 8:32:46 und danach ging’s straight in die Vorbereitung Richtung Hawaii. Und das dann, wie du kurz vorher öffentlich gemacht hast, unter ganz besonderen Umständen. Wie sah diese Vorbereitung für Kona bei dir konkret aus?
Mit der Hawaii-Qualifikation aus Cozumel bereits in der Tasche ging die Erholung danach tatsächlich schneller als gedacht. Vor allem aber kam die Vorfreude auf das nächste Jahr unglaublich rasch zurück. Ich war extrem motiviert und hatte ein ganz klares Ziel vor Augen: 2025 in Kona wirklich abzuliefern und dort meine beste Performance zu zeigen.
Der Einstieg ins neue Jahr lief dann sehr gut, auch das erste Trainingslager war äußerst positiv. Auf dieser Basis haben wir uns entschieden, zusätzlich Südafrika in den Rennkalender aufzunehmen. Das war ein Rennen, das ich schon lange machen wollte. Einfach, weil ich große Lust darauf hatte. Südafrika ist definitiv ein Land, zu dem ich unbedingt noch einmal zurückkehren möchte. Dieses Rennen war für mich der perfekte Start ins Jahr, und ehrlich gesagt bekomme ich heute noch Gänsehaut, wenn ich an das gesamte Erlebnis und den Rennverlauf zurückdenke.
Nach diesem erfolgreichen Auftakt war für uns klar, dass wir auf die Ironman Pro Series setzen und auch Hamburg noch mitnehmen. Hamburg lag Anfang Juni, das heißt, wir hatten danach weiterhin sehr viel Zeit, um die Vorbereitung auf Kona gezielt und strukturiert weiter aufzubauen. Zusätzlich bestand die Option, noch zwei oder sogar drei 70.3-Rennen zu absolvieren. 2025 gab es in Europa einige attraktive Möglichkeiten, die mit überschaubarem Reiseaufwand verbunden waren.
Trotz aller Rennen stand eines immer über allem: Hawaii. Dieses Ziel war von Anfang an klar definiert. Ich hatte bereits Ende 2024 alle Flüge und Unterkünfte gebucht, und gemeinsam mit meinem Team haben wir frühzeitig viele Maßnahmen ergriffen, um nicht nur mich selbst, sondern auch mein gesamtes Equipment optimal und so früh wie möglich auf die speziellen Bedingungen in Hawaii vorzubereiten.

Wie eng habt ihr im Hintergrund im Team zusammengearbeitet, also Trainer und Frauenärztin, damit Training und Gesundheit wirklich gut aufeinander abgestimmt sind und du mit einem guten Gefühl an der Startlinie in Kona stehen konntest?
Ein großer Teil der Vorbereitung war eigentlich schon erledigt, bevor ich schwanger geworden bin. Im Juli und August habe ich richtig gut trainiert. Im September habe ich dann erfahren, dass wir ein Baby bekommen. Unter normalen Umständen wären danach vermutlich noch zwei, drei sehr intensive Wochen gekommen, mit hohen Umfängen und sehr wettkampfspezifischen Einheiten.
Ab diesem Moment habe ich aber extrem stark auf mein Gefühl gehört. Mehrere Gynäkologinnen, die auch sportmedizinisch spezialisiert sind, haben mir bestätigt, dass ich grundsätzlich die Belastung weiterführen kann, die mein Körper schon kennt und gut verträgt. Gleichzeitig gab es die klare Empfehlung, nicht in wirklich maximale Bereiche zu gehen. Wobei man im Ironman-Training ohnehin selten völlig „all-out“ unterwegs ist. Es ist ein langes Rennen, und in Ironman-Pace ist der Puls meist nicht extrem hoch. Insofern konnte ich vieles weiter so gestalten.
Trotzdem habe ich sehr deutlich gemerkt, dass sich mein Körper verändert: Ich habe mehr Ruhe gebraucht, mehr Pausen und ich habe deshalb im Training immer wieder gekürzt. Das ist mir nicht immer leicht gefallen, aber ich glaube, wir haben eine gute Mischung gefunden. In diesen Wochen habe ich im Grunde nichts anderes gemacht, als zu trainieren, mich dazwischen konsequent zu erholen und gut zu essen. Alles andere habe ich radikal aussortiert. Ich hatte für Hawaii auch nichts mehr zu organisieren – und mir ist wichtig zu sagen: Das ist nicht vergleichbar mit jemandem, der parallel normal arbeitet oder noch drei, vier andere Themen gleichzeitig stemmen muss.
Mit meiner Ärztin war ich regelmäßig im Austausch. Ich habe nicht jede einzelne Einheit mit ihr durchgesprochen, aber sie hat mir klare Richtlinien gegeben, z.B. zum maximalen Puls. Auch das Thema Hitzetraining habe ich mit ihr besprochen, weil das vor Hawaii natürlich relevant ist. Insgesamt hatte ich vor dem Rennen zwei Untersuchungen, einfach um zu schauen: Wenn ich viel trainiere, wie entwickelt sich das Kind? Und es ist alles komplett normal weitergelaufen. Ich habe mich insgesamt auch normal gefühlt, hatte keinerlei Anzeichen, dass irgendetwas nicht gut läuft.
Mit Reto war es ähnlich eng abgestimmt. Wir haben uns eigentlich täglich darüber ausgetauscht, wie es mir geht, was möglich ist, was sinnvoll ist. Ich habe auch immer wieder Dinge verschoben. Einfach, weil die Tagesform extrem entscheidend war.
Vom Umfang her gab es, glaube ich, eine Woche, in der ich nochmal richtig viel trainiert habe, etwa 27 Stunden. Die anderen Wochen lagen eher zwischen 17 und 20 Stunden. Das ist deutlich weniger als das, was ich normalerweise in der Phase trainieren würde. Ich musste also definitiv Abstriche machen.
Und der Start war lange Zeit überhaupt nicht sicher. Das war kein „einmal kurz überlegen, entscheiden und nie wieder hinterfragen“. Es war ein Prozess über Wochen. Jeden Tag neu: Was kann ich heute trainieren? Wie fühle ich mich? Kann ich mir das wirklich vorstellen, in Hawaii zu starten? Traue ich mir das zu? Will ich das wirklich? Dieses ständige Abwägen und in mich reinhören, das war wahrscheinlich der prägendste Teil der gesamten Vorbereitung.
Rund um deinen Start gab es ja nicht nur Zuspruch, sondern durchaus auch Gegenwind. Wie bist du mit dieser Kritik umgegangen und wo hast du für dich die Grenze gezogen zwischen sinnvoller Meinung und purem Lärm?
Es ist ein extrem emotionales und sehr privates Thema, in das viele persönliche Erfahrungen hineinspielen. Deshalb ist es aus meiner Sicht auch völlig normal, dass die Reaktionen darauf unterschiedlich ausfallen. Was uns dann allerdings wirklich überrascht hat, war das enorme Ausmaß an Resonanz und medialer Aufmerksamkeit. Damit hatten wir ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet.
Im Nachhinein war es sehr gut, dass wir noch ein paar Tage länger in Kona geblieben sind. So konnten wir bewusst etwas Abstand gewinnen, das Handy auch mal weglegen und den Trubel ein Stück weit ausblenden. Mein Manager Sven hat dabei ebenfalls einen großartigen Job gemacht, indem er Anfragen gefiltert und sortiert hat. Vieles haben wir beantwortet, manches aber auch ganz bewusst abgesagt.
Unterm Strich haben wir das, glaube ich, sehr gut gemanagt. Der überwiegende Teil der Reaktionen, auch der vielen privaten Nachrichten, die mich erreicht haben, war unglaublich positiv, unterstützend und bestärkend. Das hat mich sehr berührt und wirklich gefreut. Besonders spannend fand ich, dass sich einige Frauen bei mir gemeldet haben, die selbst schon schwanger auf Hawaii gestartet sind. Ich war also längst nicht die Erste.
Natürlich ist das Internet auch ein Ort, an dem manche Menschen ihren Frust abladen. Entsprechend gab es auch ein paar verletzende Nachrichten. Aber die waren zum Glück ganz klar in der Minderheit.
Im Rennen geht’s ja manchmal schon ordentlich zur Sache, gerade beim Schwimmstart und an den Bojen, wenn das Feld zusammenrückt und es richtig eng wird. Wie hast du es geschafft, dich da aus dem ganzen Gerangel rauszuhalten und deinen eigenen, sauberen Weg zu schwimmen?

Ja, ein ganz wesentlicher Teil der Entscheidung, das Rennen überhaupt noch zu machen, war tatsächlich die Strecke. Eine Strecke wie Nizza zum Beispiel wäre für mich nicht infrage gekommen. Einfach weil sie auf dem Rad technisch extrem anspruchsvoll ist. Und auch Rennen, bei denen das Schwimmen sehr eng ist, wo nach wenigen Hundert Metern schon die erste Boje kommt und sich sofort alles staut, hätte ich mir vermutlich nicht zugetraut.
In Hawaii ist das zum Glück anders. Beim Schwimmen hast du erst mal einen sehr breiten Startbereich, da ist wirklich mehr als genug Platz. Das ist ehrlich gesagt ein seltener Luxus. Ich habe mir meine Position deshalb auch bewusst so gewählt, dass ich nicht mitten im Getümmel stehe, sondern ziemlich weit rechts, wo deutlich weniger Menschen sind. Und die erste Wendeboje kommt erst nach ungefähr 1,7 Kilometern. Das heißt: Bis dahin hat sich das Feld schon auseinandergezogen, und das Gedränge bleibt überschaubar.
Ich habe mich trotzdem gezielt darauf vorbereitet, eher „außen“ zu schwimmen. Also lieber ein paar Meter mehr zu investieren, statt innen reinzugehen und mich mühsam durchzusetzen. Das mache ich sonst schon auch, wenn ich um Plätze kämpfe. Aber diesmal war von Anfang an die Haltung: Es ist cool, überhaupt dabei zu sein. Ich bin froh, wenn ich in einer Gruppe schwimme, aber ich kämpfe hier nicht um Platzierungen.
Und genau diesen Switch habe ich im Training wirklich bewusst geübt: weg von der Racerin, die in Wettkämpfen sonst automatisch in mir anspringt, hin zu einer Athletin, die das Rennen als Erlebnis und als Event sieht und nicht mehr als reinen Wettkampf.
Für viele Zuschauer war das schon heftig anzusehen. Erst muss Taylor Knibb rund drei Kilometer vor dem Ziel komplett erschöpft aufgeben und kurz vorher ist sogar Titelverteidigerin Lucy Charles Barclay kollabiert und aus dem Rennen genommen worden. Da haben sich natürlich viele auch gefragt, wie du mit dieser Hitze klarkommst und ob das alles gutgeht. Wie hast du es geschafft, deinen Körper über den Tag hinweg konstant kühl zu halten und nicht in diese Spirale reinzurutschen?
Ja, absolut. Das Thema Hitze spielt bei der Rennwahl eine enorm wichtige Rolle. Gerade in der Schwangerschaft ist das ein Bereich, zu dem es leider nur sehr wenige belastbare Studien gibt. Es gibt kaum Daten dazu, wie sich äußere Hitze konkret auf den Körper auswirkt oder ab welchen Schwellenwerten es tatsächlich gefährlich wird. Insofern ist das ein sensibles Thema.
Ich bin zum Glück in einer Situation, in der ich persönlich mit Hitze grundsätzlich gut zurechtkomme. Ich hatte noch nie größere Probleme mit hohen Temperaturen, auch nicht bei sehr heißen Rennen. Ich bin z.B. in Cozumel gestartet, aber auch in Singapur oder auf den Philippinen, alles unter extrem heißen Bedingungen. Natürlich merkt man die Hitze, aber ich gehöre nicht zu den Athletinnen, die besonders anfällig dafür sind.
Ein ganz entscheidender Punkt war allerdings die Intensität. Wenn die Belastung niedriger ist, überhitzt der Körper schlicht nicht so schnell. Das war auch Teil meiner Strategie. Auf dem Rad habe ich extrem darauf geachtet, jede einzelne Verpflegungsstation konsequent zu nutzen. Ich habe mir dort jeweils zwei Flaschen Wasser genommen, zum Trinken, aber auch ganz gezielt zur Kühlung. Ich bin bewusst sehr kontrolliert gefahren. Das war ein klarer Unterschied zu anderen Rennen, bei denen ich an Verpflegungsstationen durchaus auch mal attackiert habe, um eine Gruppe zu sprengen. Hier waren die Prioritäten einfach komplett andere.

Auch beim Laufen habe ich jede Verpflegungsstation genutzt. Ich bin dort bewusst gegangen, habe mir Zeit genommen, ausreichend zu trinken und meine Beutel mit Eis zu füllen. Dadurch kam ich nie in eine Situation, in der mir wirklich zu heiß geworden wäre. Zusätzlich habe ich eng mit meinen Core-Daten gearbeitet. Ein System, das ich auch aus anderen Rennen kenne, sodass ich gute Vergleichswerte hatte. Ich habe mein persönliches Limit für Hawaii deutlich niedriger angesetzt als das, von dem ich weiß, dass es sich eigentlich noch ‚okay‘ anfühlt. Ich wollte gar nicht erst in einen Bereich kommen, in dem ich anfangen würde zu kämpfen und das hat ehrlich gesagt sehr gut funktioniert.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Unterstützung vor Ort. Ich hatte mehrere vertraute Personen am Streckenrand, mit denen ich mich austauschen konnte, und wir hatten auch verschiedene Exit-Strategien vorbereitet. Mir war wichtig, dass ich im Fall der Fälle nicht irgendwo am entferntesten Punkt der Strecke feststecke, sondern schnell ins Kühle gebracht und versorgt werden kann. Es war also sehr viel Planung, aber eine andere Art von Planung als sonst.
Und noch ein Wort zu Taylor Knibb und Lucy: Das war natürlich schwer mit anzusehen, und ich hoffe sehr, dass sich beide vollständig von ihren Zusammenbrüchen erholt haben. Sie sind voll auf Sieg gefahren, mit einer ganz anderen Intensität und einem ganz anderen Ziel als ich. Außerdem waren sie rund eine Stunde früher auf der Strecke, und die Bedingungen haben sich im Laufe des Tages spürbar verändert. Zu dem Zeitpunkt, als ich durch das Energy Lab gelaufen bin, war es längst nicht mehr so heiß wie zu dem Zeitpunkt, als die ersten Athletinnen dort unterwegs waren.

Am Ende wird’s Platz 31 in 9:30:30 und du bist damit die neuntschnellste Deutsche auf Hawaii. Herzlichen Glückwunsch! Was war nach dem Zieleinlauf das Erste, worauf du dich wirklich richtig gefreut hast?
Das Erste, worauf ich mich nach dem Zieleinlauf wirklich gefreut habe, war meinen Mann zu sehen – und das alles mit ihm teilen zu können. Er hat es in den Wochen davor geschafft, mich unglaublich zu unterstützen, ohne mich dabei unter Druck zu setzen. Und genau das ist gar nicht so leicht: diese Balance zu finden zwischen echtem Rückhalt und ohne Erwartungshaltung, die plötzlich Druck erzeugt. Dafür bin ich ihm wahnsinnig dankbar.
Es war einfach schön, dass wir das gemeinsam erleben konnten. Und danach war es genauso besonders, mit den anderen Athletinnen zusammenzusitzen. Viele wussten ja am Anfang gar nicht, was los ist, oder haben es erst im Laufe des Rennens mitbekommen. Dann spricht man darüber, freut sich gemeinsam über Erfolge und richtig gute Rennen, aber man fängt eben auch Enttäuschungen auf, wenn jemand hinter den eigenen Erwartungen geblieben ist. Dieses Miteinander war total wertvoll.
Wir saßen noch lange im Athletenbereich. Ich kann gar nicht mehr sagen, wie lange, aber auf jeden Fall eine ganze Weile. Und es war auch schön, diesen Zusammenhalt unter uns Deutschen zu spüren: Wir alle an einem Tisch, mit unseren Begleitern, wir hatten einfach eine richtig gute Zeit zusammen.
Jetzt ist es ja gar nicht mehr so lange, bis euer Familienglück komplett ist. Wie geht’s danach für dich weiter? Willst du erst mal ganz bewusst in Ruhe ankommen und die Elternzeit genießen oder kreisen die Gedanken schon ein bisschen darum, wann und wie du wieder ins Training einsteigst? Man sieht ja gerade auch bei anderen Profi Athletinnen, dass ein Comeback möglich ist. Emma Pallant Browne steht nach ihrer Babypause wieder vor dem ersten Rennen und Daniela Bleymehl will nach der Geburt von ihrer Tochter auch wieder angreifen. Wie schaust du auf solche Beispiele und was ist für dich realistisch und stimmig?
Ja, der Plan ist ganz klar, in den Sport zurückzukehren und dabei dort anzuknüpfen, wo ich aufgehört habe. Gleichzeitig will ich mich natürlich auch weiterentwickeln, schneller werden und im besten Fall irgendwann wieder in Hawaii an der Startlinie stehen und dort auch wirklich konkurrenzfähig sein.
Die Beispiele, die du gerade genannt hast, und es gibt ja noch einige mehr, geben mir enorm viel Mut und Zuversicht, dass das möglich ist. Ich weiß aber auch: Es wird alles andere als einfach. Ich habe großen Respekt vor der kommenden Zeit, gleichzeitig spüre ich eine riesige Vorfreude, das alles miteinander zu verbinden und diese Reise wirklich zu erleben.
Einen festen Plan mit klarer zeitlicher Abfolge haben wir bewusst noch nicht gemacht, weil ich es extrem schwierig finde, so etwas seriös zu “terminieren”. Trotzdem träume ich natürlich davon, noch in diesem Jahr ein Rennen zu machen. Und wenn es zeitlich nicht reicht oder Dinge dazwischenkommen, die ich jetzt noch gar nicht auf dem Schirm habe, dann ist das auch okay. Ich versuche, es so zu nehmen, wie es kommt und die Herausforderung insgesamt mit Zuversicht, Ruhe und Vorfreude anzugehen.
Was mir dabei unglaublich hilft: Ich habe die volle Unterstützung meiner Partner. Sie stehen weiter zu mir und machen den Weg mit. Ohne, dass ich dieses Jahr zwingend ein Rennen machen muss, um irgendetwas zu beweisen. Wenn es klappt, wäre das natürlich richtig cool. Und wenn nicht, dann ist der Fokus eben: nächstes Jahr – und dann richtig.








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