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Weltrekord & Weltpremiere – Projekt Ice Triathlon erfolgreich vollendet

  • Autorenbild: HHT Team
    HHT Team
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Unser Performance Manager Paul Bieber hat beim Ice Triathlon über die Supersprintdistanz einen Weltrekord rausgehauen und dabei eine Linie überschritten, an die sich vor ihm niemand rangetraut hat.


Start bei unter 5 Grad Wasser- und Lufttemperatur. Nur im Triathloneinteiler. Kein Neo. Keine Mütze. Keine Handschuhe. Keine Cremes. Nicht mal Melkfett. Nur Fokus, Kontrolle – und diese brutale Klarheit im Kopf, wenn’s wirklich zählt. Aloha aus dem Eis.


4,4 Grad. 250 Meter. 4:34 Minuten. Er hat das Ding im eiskalten Wasser sauber durchgezogen, trotz Bedingungen, die dir normalerweise sofort den Stecker ziehen.


"Klingt verrückt? Möglich. Aber genau so hat’s beim Eisschwimmen auch angefangen. Vielleicht heißt das nächste Kapitel: Ice Triathlon."


Eiswasser-Ansage: 250 m bei 4,4 °C


Denn im Wasser war’s nicht nur kalt, sondern auch extrem trüb (Hochwasser lässt grüßen). Orientierung? Nicht mal eben. Paul musste den Kopf immer wieder heben, kurz checken, wo’s langgeht, und sich an den äußeren Punkten ausrichten. Für einen erfahrenen Eisschwimmer machbar, aber eben: nicht geschenkt.


Was viele unterschätzen: Im Eiswasser bist du im Schnitt rund 30 Sekunden pro 100 Meter langsamer. Nicht, weil du „nicht willst“, sondern weil dein Körper unter Kälte anders arbeitet. Und genau da liegt die echte Challenge: Kälte, Atmung und Puls in eine Spur bringen. Denn wer hier überpacet, spielt nicht mit Sekunden, sondern mit Sicherheit.


Darum war auch alles professionell abgesichert: Wasserwacht Immenstadt und ein erfahrener Rettungssanitäter waren vor Ort.




Regen. Windchill. Null Grad.


Auf der Radstrecke über 12,5 Kilometer hatte Paul eigentlich nur einen Wunsch: bitte einmal trocken. Hat das Allgäu aber nicht unterschrieben. Stattdessen: Regen, Kälte & Spritzwasser. Kaltes Wasser von der nassen Straße, das dir bei jeder Umdrehung an Gesäß und Rücken klatscht. Und im Hinterkopf immer mit dabei: Aquaplaning, jederzeit möglich, jederzeit ernst zu nehmen.


4,5 Grad Außentemperatur auf dem Papier. Auf dem Bike, mit Windchill bei Tempo 30, fühlt sich das an wie 0 Grad. Kälte, die nicht fragt, die einfach macht. Und trotzdem: abgeliefert. 23:40 Minuten Fahrzeit. 31,7 km/h und 216 Watt im Schnitt. Unter diesen Bedingungen ist das nicht „nur“ schnell, das ist Kontrolle im Chaos.


Dazu zwei Check- bzw. Exit-Points, kurze Zustandsmeldungen, Safety first.




Step by Step – 2,5 km Richtung Oberstaufen


Die letzten 2,5 Kilometer hinauf nach Oberstaufen waren der finale Push. Er zog das Ding in 15:00 Minuten durch. Für maximale Sicherheit war ein begleitender MTB-Fahrer mit Defibrillator und Notfallequipment dabei. Die größte Challenge beim Laufen: Gesäß und Beine machen brutal schnell dicht – und plötzlich fühlt sich jeder Schritt an, als würdest du auf rohen Eiern bergauf balancieren.




"Die größte Herausforderung war, Kälte, Atmung und Puls zu kontrollieren – denn zu hartes Tempo kann unter diesen Bedingungen schnell gefährlich werden."

Fazit:

50:49 Minuten für den Supersprint (250 m | 12,5 km | 2,5 km) – einmal durchziehen, einmal abliefern. Zieleinlauf am Kirchplatz in Oberstaufen: nicht einfach nur “angekommen”, sondern ein eiskaltes Abenteuer mit Gänsehautgarantie.



Aber warum das Ganze? Der Ice Triathlon ist mehr als Sport, ein Statement für Einsatzkräfte


So ungewiss und extrem das Projekt „Ice Triathlon“ ist, so ungewiss und extrem sind auch die Situationen, in die Einsatzkräfte jeden Tag hineingehen. Genau deshalb ist das hier mehr als Sport: Es ist ein klares Statement für Respekt und Wertschätzung gegenüber Feuerwehr, HVO, Wasserwacht, Bergwacht, Rettungs- und Einsatzkräften sowie Ersthelfern. Also Menschen, die losgehen, wenn andere stehen bleiben müssen. Die funktionieren, wenn es eskaliert. Und die dabei körperlich, oft auch mental, an ihre Grenzen kommen. Und genau da endet Anerkennung nicht beim Applaus. Wer Verantwortung trägt, braucht echten Rückhalt, gesellschaftlich und politisch.


Der Ice Triathlon ist damit auch ein Weckruf:

"Belastung hinterlässt Spuren. Und nicht jede davon ist sichtbar."

Unser Dank geht an alle Einsatzkräfte hier in der Region. Für euren Einsatz, eure Zeit und dafür, dass ihr da seid, wenn es drauf ankommt. Ganz besonders möchten wir der Wasserwacht Immenstadt danken, die uns seit vielen Jahren beim Allgäu Triathlon zuverlässig unterstützt.




Wichtig dabei: Diese Arbeit ist nicht selbstverständlich. Die Wasserwacht ist auf Spenden angewiesen, damit Ausbildung, Ausrüstung und Einsatzbereitschaft auch in Zukunft gesichert bleiben. Wer kann und möchte: Jede Unterstützung hilft.


Spendenkonto

BRK Wasserwacht Immenstadt


Bank: Sparkasse Allgäu

IBAN: DE32 7335 0000 0000 1025 25

BIC: BYLADEM1ALG



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