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Interview mit Martin Beckmann

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Hoch die Hände Wochenende (Teil 5/10) - Martin Beckmann – mehrfacher Deutscher Marathonmeister – erlaubt uns im Interview ein paar Einblicke in seine Trainingsgestaltung, das gerade erlebte Hannes Hawaii Tours Laufcamp und seine Ambitionen als Langdistanz-Triathlon-Novize.

Lieber Martin, erkläre uns mal ein bisschen was zu Deiner Trainingsphilosophie:

Mein Motto lautet „train hard, recover smart“. Für mich steckt der Schlüssel zum Erfolg eines jeden Athleten nicht darin so viele Einheiten wie möglich nach einander abzuspulen. Entscheidend ist, dass der Athlet versteht wie sein Körper auf Trainingsreize reagiert und entsprechend seine optimale Regenerationszeit identifiziert. Durch das optimal abgestimmte Verhältnis von Reiz und Regeneration kommt jeder Sportler deutlich effizienter, schneller und gesünder an sein Ziel.

Du hast Dein persönliches Motto auch zum Slogan Deines Unternehmens spikee gemacht. Zusammen mit Deinem Geschäftspartner versuchst Du Sportlern eine Möglichkeit zu geben sehr genau in sich hineinzuhören. Was habt Ihr Euch denn da genau überlegt?

Mit dem "In sich hineinhören" ist das so eine Sache. Jeder Ausdauersportler kennt die Situation, dass man sich irgendwie müde fühlt, trotzdem trainieren geht und sich dabei plötzlich super fit fühlt. Andererseits wähnt man sich manchmal fit und merkt dann im Training schnell, dass man an diesem Tag absolut nichts leisten kann. Unser Gefühl täuscht uns häufig. Die Frage wie Erholung bzw. Leistungsfähigkeit objektiv messbar ist beschäftigt mich schon lange. Die Herzratenvariabilität ist die Antwort auf diese Frage. Sie gilt als der zuverlässigste nicht-invasive Parameter für Belastung, Erholung und Fitness. Das Potenzial der HRV ist schon lange bekannt. Wir von Spikee setzen moderne Algorithmen der künstlichen Intelligenz für die individuelle Analyse und Bewertung der HRV ein. Spikee lernt jeden Nutzer individuell kennen. Das ist das entscheidende Differenzierungsmerkmal gegenüber ähnlicher Werkzeuge, die eine Einteilung bezüglich pauschaler Durchschnittswerte vornehmen.

Wenn spikee alle Aufschlüsse über den aktuellen Zustand des Körpers liefert, wie wichtig ist dann noch der Kopf im Training?

Provokant ausgedrückt würde ich es so formulieren: Ein Training das man machen MUSS sollte man erst gar nicht beginnen! Selbst wenn der Körper top fit und gesund ist, hat auch die mentale Einstellung immensen Einfluss auf Effizienz.

Wie motivierst Du Dich selbst?

Gemäß der klassischen Formel: Visualisieren, Fokussieren, Realisieren. Für mich ist der Wettkampf die Belohnung für das Training. Ohne Startnummer, bin ich eher etwas gemütlicher unterwegs. Im Training dürfen mich alle schlagen – dafür greife ich dann im Wettkampf an.

Unsere Laufcamp Teilnehmer durften Mitte November eine Woche von Deiner Erfahrung und Deinem Coaching profitieren. Kannst Du uns kurz schildern, wie Ihr vor Ort gearbeitet habt?

Für mich ist laufen mehr als nur joggen. Deshalb haben wir der Lauftechnik besondere Aufmerksamkeit geschenkt und hier anhand von Videoanalysen, Technikübungen und Workshops die Grundelemente der verschiedenen Laufarten erarbeitet. Über die Tage hinweg haben wir an verschiedenen Schwerpunkten wie bspw. Frequenz, Kraft, Schnelligkeit, Kraft-Ausdauer und Koordination gefeilt. Wir haben versucht die Teilnehmer auch in Richtung Selbst-Analyse zu sensibilisieren und haben hier die Grundlage geschafft, dass sie auch zuhause konstant an einem sauberen Laufstil arbeiten können.

Es war eine tolle Stimmung mit jeder Menge Motivation seitens der Teilnehmer! Mir persönlich gefällt das Training mit einem Ziel und in einer netten Gruppe auch am besten. Ich freue mich daher schon sehr auch im März noch einmal mit Euch vor Ort zu sein.

Hast du eigentlich auch spezielle Lauftipps für Triathleten?

Weniger ineffektive Stunden! Wie bereits gesagt, kommt es weniger auf den Umfang bzw. die Quantität an, als vielmehr die Qualität der einzelnen Einheiten und das bewusst gesteuerte Training. Durch einen größeren Fokus auf die Technik ökonomisiert sich das Laufen!

Du machst dieses Jahr deine erste Langdistanz. Wie gestaltest du dein eigenes Training?

Ich versuche es so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Bei der Trainingsplanung werde ich von meinem Freund Utz Brenner sowie von Spikee unterstützt. Bis dato ist meine größte „Baustelle“ noch das Schwimmen – Wasser war für mich bis vor kurzem nur zum duschen da.



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