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Pinguine in der Lobby und Death by Chocolate - Lauras Reise zur 70.3 WM

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Laura Johann hat an unserer Reise zur diesjährigen IRONMAN 70.3-Weltmeisterschaft in Südafrika teilgenommen. Über ihre Erfahrungen mit Hannes Hawaii Tours hat sie für uns gebloggt. In ihrem Bericht erfahrt ihr alles über echte und unechte Pinguine und warum Death by Chocolate ein essentieller Bestandteil für gut gelaunte HHT-Guides ist.

 

#flightbuddies

Anreise und erste Tage (24.08.-26.08.2018)

Normalerweise bin ich eine der typisch durchgeplanten Deutschen, die bereits Wochen vor einem Urlaub alle Informationen mehrmals durchgegangen sind. Dieses Mal habe ich aber, obwohl dies meine erste weite Reise ist, bereits beim Öffnen der Reiseunterlagen von HHT gemerkt: Ist nicht nötig! Alles ordentlich und übersichtlich notiert und die wichtigsten Informationen markiert. Bis zur Abreise aus Deutschland hatte ich mir nur die Abflugszeit gemerkt. Alles Weitere kann man dann ja im Flieger nachschauen.

Schon in Frankfurt wurde ich von mehreren Leuten gefragt, warum so viele Passagiere mit Fahrrädern unterwegs sind. Eine Weltmeisterschaft scheint zeitlich betrachtet wie ein schwarzes Loch zu funktionieren: Je mehr Personen schon dort sind, desto mehr werden noch hineingezogen.

Kleingruppen, Einzelpersonen und Familien...bunt gemixt reisen Triathleten also nach Afrika.

Borris, meinem #flightbuddy, habe ich mich vor dem Boarding am Gate angeschlossen und auch während des Fluges haben wie viel Zeit miteinander verbracht. Da der Platz neben ihm frei war, bin ich zu ihm gezogen und wir hatten eine lustige Sleep-Over-Party mit Frühstück am Bett.

Die Familie aus Frankfurt habe ich erst beim Zwischenstopp in Johannesburg nach den ersten 10 Stunden der Reise wieder getroffen. Auch sie sind mit HHT unterwegs und auch in der City Lodge in Port Elizabeth untergebracht.

Nach weiteren 2 Stunden Flug, und Kennenlernen von zwei lustigen Engländern, wurden wir von den HHT Jungs und Mädels am Flughafen abgeholt.

Nico, der in Kapstadt lebt und für HHT während der gesamten Reise schöne Orte und Insider-Tipps bereit hält, hat das Team und mich am ersten Abend meines Urlaubes (darf ich eine Reise zur Weltmeisterschaft denn „Urlaub“ nennen?) in die Bar „Upstairs“ in Port Elizabeth geführt. Die mit viel Liebe zum Detail ausgestattete Bar möchte ich jedem Reisenden in P.E. herzlich empfehlen!

 

Windsurfen auf dem Triathlonrad

Natur und Landschaft (27.08.-28.08.2018)

Lesson Learned der letzten zwei Tage: Wer Windsurfen kann, ist sicherer auf dem Rad. Böen von 36 Knoten in Kombination mit hohen Felgen machten die Räder hier zu Segeln.

Aber das Wetter hatte auch viel Gutes: Man konnte es wunderbar als Ausrede verwenden, um sich die Gegend anzuschauen anstatt zu trainieren. Meine „neue Familie“, eine Familie aus der Nähe von Frankfurt, mit denen ich mich seit dem ersten Tag super verstand und sie mich daraufhin in ihre Tagesplanung integrierten, hat mich mit zum HHT Ausflug in den Lions Park genommen. Aber nicht nur dort konnte ich die Fauna Südafrikas bewundern. Jeden Tag bisher ist mir auf der Straße ein Tier, meist ein Vogel, begegnet, dessen Name ich nicht wusste. Besonders lustig sind die kleinen gelben Webervögel, die wie Spatzen über den Bürgersteig hüpfen und dann in ihre Nester fliegen, welche sie von Bäumen herabhängend bauen.

Nico hat sich in den letzten zwei Tagen als mein persönlicher Held profilieren können: Er hat uns auch am Sonntag ein geöffnetes Schwimmbad ausfindig machen können; das sogar mit 50m Becken und auf Sportschwimmen ausgelegt. Beeindruckend ist, dass in Port Elizabeth in den öffentlichen Einrichtungen aufgrund des akuten Wassermangels Duschen und Waschbecken nur beschränkt nutzbar sind, aber dafür überall Desinfektionsmittel bereitstehen. Auf uns wirkte das alles sehr durchdacht und koordiniert.

 

Pinguine in der Lobby

Hotel-Alltag (29.08.2018)

Fast jeden Morgen seit Beginn der Woche versammelt sich in der Hotellobby eine Horde in Neopren gekleideter Wasserliebhaber, die sich mit Marc-Alex von HHT in die Wellen stürzen. Zusammen watscheln die Neopren-Pinguine an den Strand. Bei ihrer Rückkehr werden sie vom Hotelpersonal mit grünen Handtüchern empfangen und auch „CAUTION WET FLOOR“ Schilder sind bereits vorbereitet, damit niemand auf den Spuren der nassen Gestalten ausrutscht.

Auch im Verlauf des Tages trifft man regelmäßig einzelne Watschler, die ihre zweite Haut bei einem Kaffee an der Rezeption vor dem Start noch richten. Ob sie von ihrem Rudel verstoßen wurden?

Manchmal frage ich mich hier schon: müssen Triathleten eigentlich immer so auffallen? Aber wenn alle diesen Wahnsinn mitmachen, ist es schon ziemlich lustig.

Das Highlight: Als auch ich die Metamorphose zum Neopren-Pinguin hinter mir hatte und mit Freunden zum Schwimmen gewatschelt bin, wurde ich dort von einem neoprenfreien Artgenossen begrüßt. Kleiner flauschiger Geselle.

Diejenigen, die nicht Schwimmen, sieht man entweder in Laufoutfit oder mit Fahrrad. Eigentlich ist die Lobby zu unserem gemeinsamen Wohnzimmer geworden. Auch die HHT Jungs und Mädels haben sich hier häuslich eingerichtet und den größten Tisch zu ihrem Arbeitsplatz umgebaut. In einer Nische am Fenster konnten sie mehrere Infotafeln aufstellen (gleich gegenüber den Bananen und Riegeln, die das Hotel anbietet… kleine Sportwelt hier) und auch Markus von HHT ist mit seinem Fahrrad-Reparatur-Service in die Lobby gezogen.

 

 

Under the boardwalk we´ll be havin´some fun

Parade of Nations/ Restaurants (30.08.-31.08.2018)

Auch wenn in diesem Fall die Präposition „under“ zwar falsch ist, haben die Drifters schon damals sehr gut beschrieben, was hier los ist.

Im sogenannten Boardwalk in P.E., dem Hotelkomplex mit Shoppingmall und Restaurants startete die Parade of Nations.

Sehr amerikanisch anmutend bietet der Boardwalk alles von Casino bis Sportmode. Der kleine aber sehr stylische Italiener ist auf Touristen eingestellt und bietet im Gegensatz zum sonst sehr fleischliebenden Port Elizabeth viele leckere Alternativen: vegane Pizza (mit veganem Käse), glutenfreie Nudeln,… Natürlich, wie alles hier, mit viel Avocado und Butternut. Auch beim Chinesen direkt gegenüber wird man als Gast direkt in die Mentalität der friendliest city hineingezogen. Wir durften Fotos von Urlauben des Kellners sehen und seine Geschichte hören.

Jeder musste mindestens einmal in diesem kleinen Amerika sein und das machte den Boardwalk zum gern ausgewählten Treffpunkt: Registration, Merchandising, IRONMAN Bike Service, Expo, … .

 

DEATH BY CHOCOLATE

Wettkampftag Frauen (01.09.2018)

Sportler ernähren sich gesund? Keine Chance! Marc-Alex, der im HHT-Team, so scheint es, für Späße und gute Laune zuständig ist, hat natürlich direkt nach Ankunft in der Kühltruhe der Tankstelle neben dem Hotel eine neue Leckerei gefunden: MAGNUM: DEATH BY CHOCOLATE.

Ob es das tatsächlich in Deutschland nicht gibt, oder Marc-Alex´ Spürnase nur im Ausland funktioniert, wussten wir nicht, aber um sicher zu gehen, hat Marc-Alex vermutlich den jährlichen DEATH BY CHOCOLATE Konsum dort gedeckt. Auch wenn er sich am Mittag beim Abholen weiterer Gäste am Flughafen den Griff in die Kühltruhe nicht verkneifen konnte, so hat er jeden Abend eine kleine Wandergruppe zusammengesammelt. Das tägliche Ritual hieß also: Nach dem Abendessen geht man noch zur Tankstelle Eis essen. Danke Marc-Alex für diesen Schoko-Schock!

Nach meinem Rennen am 01.09. war das natürlich auch Pflicht. Auch wenn der Wettkampf zugegebenermaßen für mich durch einen Defekt am Rad nicht so lief, wie erhofft, hat die HHT-Gruppe die Laufstrecke zur Partymeile gemacht. An der Straße direkt vorm Hotel haben Team und Reisegruppe den ganzen Tag die Sportler angefeuert und vorangetrieben. Mich haben sie auch ordentlich gepusht. Selbstverständlich war auch die Allgäuer Kuhglocke dabei und hat den HHT-Standort zum absoluten Stimmungs-Hotspot auf der Laufstrecke gemacht. Vermutlich hat Rebecca jetzt Muskelkater vom Glocke läuten.

 

Singing in the rain

Wettkampftag Männer (02.09.2018)

Regen, 10 Grad weniger als am Vortag, das Hotel direkt an der Wettkampfstrecke, 6 Stunden Rennen, ….die Männer haben an der Strecke die gleiche Unterstützung von HHT bekommen, wie auch die Frauen am Vortag. Dazu muss man nicht mehr sagen als DANKE HHT!!

 

Zurück in den Sommer

Letzter Tag und Abreise (03.08.-04.08.2018)

Jetzt möchte ich meine Frage von ersten Artikel beantworten: Ja, man darf eine Reise zur Weltmeisterschaft „Urlaub“ nennen. So viel, wie ich in der letzten Woche erleben durfte und so viel, wie wir alle gemeinsam gelacht haben, fühlt es sich leider mehr nach Abschied von einem Urlaub mit Freunden an.

Da ich erst heute am 04.09. abreise, konnte ich mich gestern noch von meiner „neuen Familie“, meinem persönlichen Held Nico, Rebecca mit der Kuhglocke und Markus, dem Fahrradretter verabschieden. Der Rest reist heute mit mir ab und so konnte ich noch ein DEATH BY CHOCOLATE von Marc-Alex ergattern. Zusammen mit Simon und Manu reist er heute mit einer Gruppe die Garden Route entlang, zu der auch die anderen gestern aufgebrochen sind.

Ja, ich bin traurig, dass es jetzt zurück geht und ich nicht noch länger bleiben kann, aber ich freue mich, meine „neue Familie“ in Deutschland wiederzusehen und auch das HHT Team spätestens beim nächsten Allgäu Triathlon zu treffen.

Danke für die tolle Zeit.

Danke für die vielen Kontakte.

Danke für den Spaß.



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