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Schneller Feuerwehrmann bei Hannes Hawaii Tours - Lukas Krämer im Interview

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Eishockeyspieler, HHT-Camp-Teilnehmer, HHT-Mechaniker, HHT-Guide, Ironman-Altersklassen-Weltmeister, endless-local-Botschafter und seit letztem Jahr Triathlon-Profi.

Lukas Krämer ist nicht nur verdammt schnell unterwegs, sondern hat auch schon viele Facetten des Sports und von Hannes Hawaii Tours kennengelernt. Wir haben mit ihm über seine starke Laufleistung beim diesjährigen Challenge Roth und seine Pläne im Triathlon gesprochen.

Früher hat Lukas in seiner bayrischen Heimat Peißenberg Eishockey gespielt. Im Zuge seines Umzuges wechselte er als junger Erwachsener zum Laufsport. Auf Grund von Verletzungssorgen ergänzte er das Laufen mit Schwimm- und Radtraining. Während der Vorbereitung auf den Hamburg Marathon stolperte seine Freundin über die Camp-Ausschreibung. Radfahren in verschiedenen Leitungsklassen passten für Lukas bestens in die Vorbereitung. Das Triathlon-Training auf Fuerteventura bereitete ihm so viel Freude, dass er dabei blieb. In den folgenden Jahren startete er zunächst in der Regionalliga, bis er 2013 in Roth sein fulminantes Langdistanz-Debut in 8:30h gab. 

Danach holte er sich beim IRONMAN Cozumel die Qualifikation für den IRONMAN Hawaii und wurde dort prompt Sieger seiner Altersklasse. 

Dabei wollte er eigentlich nie nach Hawaii: "Mein Ziel war es immer Roth zu machen, als das dann so gut lief bekam ich Unterstützung von einem Sponsor und da habe ich meine Freundin gefragt: Hey wollen wir Urlaub in Cozumel und auf Hawaii machen?"

Es folgten ein weiterer Sieg bei den Amateuren, dieses mal sogar im Gesamteinlauf, und 2017 der Schritt zu den Profis.

 

 

Lukas Krämer, du bist jetzt Profi, arbeitest aber immernoch als Feuerwehrmann. Wie geht das?

Es ist so, dass ich zurzeit auf einer 50%-Stelle bei der Berufsfeuerwehr München bin. Ich kann mir die Arbeit ziemlich blockweise einteilen. Das heißt, dass ich Phasen habe wo ich Vollzeit arbeiten gehe, dann aber auch immer wieder längere Zeit im Ausland unterwegs bin. Zum Beispiel auf Fuerteventura und Mallorca in Trainingslagern, oder im Herbst auf Wettkampfreisen. 

Deinen ersten Sieg als Profi hast du letztes Jahr eingefahren. Würdest du sagen, dass der Sieg bei der Challenge Venedig dein wichtigster war? 

Sicherlich mein größter Erfolg, aber auch die beiden Age-Group-Titel auf Hawaii waren besonders. Insgesamt war meine gesamte erste Profi-Saison letztes Jahr ein Erfolg...

...dann ist diese Saison 2018 aber nicht optimal gestartet.

Richtig, es fing so am Anfang vom zweiten Camp an, wo ich dann eigentlich überhaupt nicht mehr laufen konnte. Ich glaube, dass es der Sattel am Zeitfahrrad war. Die Probleme fielen auf jeden Fall mit dem Umstieg vom Rennrad auf die Zeitfahrmaschine zusammen. Mal tat das Sprunggelenk, mal das Schienbein, mal der Fuß weh. Ich war dann auch bei 'zig Physiotherapeuten, aber schlussendlich kam das Problem aus der Leiste und nachdem wir das erkannt hatten, ging es dann schnell besser.

Bei der Challenge Roth dieses Jahr warst du Neunter und das mit einem 2:47h Marathon. Wie hast du das mit wenigem Lauftraining geschafft?

Ja so richtig weiß ich das auch nicht ;-).  Wichtig zum Formerhalt  war sicherlich das Aquajogging, bei dem ich viel war. Auf Fuerteventura habe ich auch das erste Mal mit HHT-Campleiter Martin Beckmann so richtig an meinem Laufstil gearbeitet. Mein Laufstil war optisch bisher nicht immer der schönste.

Du bist also so ein kleiner Lionel Sanders?

Naja, ich hoffe so schlimm sieht es noch nicht aus. Aber die Laufanalyse und Nachbesprechung im Camp haben mir schon sehr geholfen. Da war wiederum das Aquajogging auch gut, weil man sich da mal nur auf die Haltung in der Hüfte konzentrieren kann und was die Füße machen ist erst einmal egal.

Wann hast du dann mit richtigem Lauftraining wieder beginnen können?

Ich bin vor Roth nur einmal mehr als 25 km gelaufen und vor Intensitäten haben wir, mein Trainer Christian Manunzio und ich, uns auch gehütet.

Was würdest du sagen was die typischen Fehler von Age-Groupern im Lauftraining sind? 

Ein großer Fehler ist das viele nicht auf ihre Trainer hören ;-). Sie geben da Unsummen für ihren Coach aus und hören dann nicht drauf.

Im Frühjahr 2019 bist du auch wieder in unseren Camps dabei?

Ja, ich werde natürlich wieder viel selber im playitas trainieren, aber auch die Werkstatt und den Shop unterstützen und auch mal die eine oder andere Radgruppe bei ihren Ausfahrten begleiten. 

Wie geht es weiter? Ist Hawaii 2019 das große Ziel? 

Hawaii als Profi wäre sicher schon nochmal ne sehr coole Nummer. Vor allem weil die Insel und das Rennen noch viel geiler waren als ich es mir vorher jemals vorstellen konnte. Allerdings sehe ich das jetzt nicht als das ultimative Ziel, da es durch das neue Qualifikationssystem ein wenig zum Lotterie-Spiel wurde. Im Herbst geht es erstmal zum IRONMAN Argentinien, wo es nur zwei Plätze gibt. Mit einem richtig guten Tag und etwas Glück ist Hawaii 2019 schon möglich. Aber wenn nun einige richtig schnelle Jungs am Start sind und ich trotz einem richtig guten Rennen weiter hinten lande will ich mich eben auch nicht ärgern müssen, weil ich mein eigenes Ziel nicht erreicht habe. Daher ist Hawaii nicht alles und da gibt es noch viele andere Destinationen und coole Rennen die ich noch nicht kenne und machen möchte.



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